Oberliga-Absteiger Bad Doberaner SV holt frühere Zweitliga-Spieler

Beim schweißtreibenden Trainingsauftakt auf dem Sportplatz am Stülower Weg waren zwar noch nicht alle Neuen dabei, doch eins wurde am Mittwochabend schon klar: Die Handballer des Bad  Doberaner SV werden sich ihren Fans in der MV-Liga mit einem in großen Teilen veränderten Gesicht präsentieren. Mehr als die Hälfte der Spieler hat sich nach dem Abstieg im Frühjahr verabschiedet, etliche neue Akteure sind gekommen. Und die machen Hoffnung.

DSV-Chef Hartmut Polzin, Abteilungsleiter Torsten Römer, Trainer Andreas Köster und sein neuer Assistent Matthias Schmidt haben bei der Zusammenstellung des Kaders ganze Arbeit geleistet und dabei zwei Hochkaräter an Land gezogen. Vom HC Empor Rostock kommt Linksaußen Michael Höwt (29), von den Schweriner Stieren Kreisläufer Daniel Finkenstein (31) – beide können auf langjährige Zweit- und Drittliga-Erfahrung verweisen. Als zweiter Kreisläufer kommt Routinier Oliver Wende (36) vom SV Warnemünde.

Verantwortliche vollziehengroßen Umbruch

Mit Eric Wilhelm (19) und Tom Steinberg (18) werden zwei Talente aus der A-Jugend des HC Empor künftig für den Doberaner  SV auflaufen. Vom Schleswig-Holstein-Ligisten TSV Sieverstedt wechselt Rechtshänder Christian Hasenpusch (20), der bereits in der A-Jugend-Bundesliga gespielt hat, in die Münsterstadt. Auch Allrounder Martin Koszinski (29) vom MV-­Liga-Absteiger Schwaaner SV wird künftig das DSV-Trikot tragen. Spielmacher Jonathan Seidel (20, bisher Lok Rangsdorf/Brandenburg-Liga) wird Ende Oktober in Bad Doberan aufschlagen und Jan Eric Traub ersetzen, der dann für ein Jahr ins Ausland geht.

„Wir haben jetzt ein Team, mit dem wir attraktiven Handball spielen können“, ist Torsten Römer überzeugt. Wichtig für den Abteilungsleiter: „Seit langer Zeit sind jetzt alle Positionen doppelt und sehr gut besetzt.“ Die Mannschaft müsse sich einspielen und die „Rolle des Gejagten“ in der MV-Liga annehmen, gibt Römer vor. Auch Hartmut Polzin ist zufrieden mit der Zusammenstellung des Kaders, die „ein hartes Stück Arbeit“ gewesen sei. „Letztlich haben wir einige Wunschkandidaten verpflichtet, wobei wir einen Umbruch vollziehen mussten. Aber wir haben auch darauf geachtet, dass die Spieler nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zu uns passen“, erläutert der Manager.

Die Zukunft von Kapitän Sebastian Prothmann bleibt offen

Jetzt ist es die Aufgabe von Trainer Andreas Köster und seinem neuen Assistenten Matthias Schmidt, aus einem Ensemble vielversprechender Akteure ein schlagkräftiges Team zu formen. Aus dem Vorjahr sind die Voigt-Brüder Sebastian und Florian sowie Alexander Stöwsand, Tim Lehwald, Christoph Rasch, Tom Paul und – wenn es die Gesundheit zulässt – Ingmar Rinas mit von der Partie. Offen ist noch, ob Kapitän und Torhüter Sebastian Prothmann weiter für den DSV aufläuft. Sollte das nicht der Fall sein, stünde Robert French (35) vor einer Rückkehr ins Doberaner Tor. Oliver Schröder (33) hat seine Bereitschaft erklärt, auszuhelfen, wenn Not am Mann ist.

Vor dem Saisonauftakt heißt es für die Spieler aber erst einmal weiter schwitzen. „Wir werden in der Vorbereitung an zwei, drei Turnieren teilnehmen. Am 17. August steht der Ospa-Cup mit den Ligakontrahenten Güstrower HV, TSG Wismar und Oberligist HSV Insel Usedom in der Stadthalle auf dem Programm“, informiert Andreas Köster, der auf ein hartes Auftaktprogramm in der Liga verweist. Los geht’s am 7. September mit dem Heimspiel gegen die Reserve der Mecklenburger Stiere Schwerin.