DSV-Ladies hadern mit den Referees

Doberans Handballerinnen können die Medaillenränge nach der dritten Pleite in Folge abhaken.

Verbandsliga Frauen: SSV Einheit Teterow – Bad Doberaner SV 35:21 (‪12:13‬). Für die Doberanerinnen war die herbe Pleite im Nachholspiel gleichbedeutend mit der dritten Niederlage in Folge. Platz drei ist damit außer Reichweite geraten und zugleich hat Teterow nach Punkten aufgeschlossen und konnte den Dobraner Vorsprung in Sachen Tordifferenz nahezu ausgleichen. Doch all das spielte bei den Gästen schon während der Partie keine sonderlich große Rolle mehr.

„Ich mache der Mannschaft heute überhaupt keinen Vorwurf“, sagte Trainer Torsten Römer trotz der höchsten Niederlage seit mehr als drei Jahren. Die DSV-Handballerinnen fühlten sich von den beiden Unparteiischen schlichtweg verschaukelt. „Es war schon in der ersten Halbzeit etwas merkwürdig, aber da haben wir es noch kompensieren können. Die zweite Halbzeit hätten wir uns dann eigentlich sparen können. Das war alles nicht mehr nachvollziehbar, auch für die Gastgeberinnen nicht“, so Römer, der seinem Ärger gegenüber den Referees auch nach dem Abpfiff Luft machte und hierfür mit einer Strafe rechnen muss.

Den Gästen glitt das Spiel in Unterzahl aus der Hand. Nach der eigenen 11:8-Führung (25.) kassierten die Doberanerinnen bis zur Pause noch drei ihrer insgesamt acht Zeitstrafen. Es entwickelte sich spätestens nach ihrer letzten Führung (‪18:17‬, 37.) ein einseitiges Spiel. Auch weil die DSV-Damen nach eigenem Empfinden machen konnten, was sie wollten, „es wurde uns fast immer negativ ausgelegt. So sind wir auch ins Hintertreffen geraten.“ Teterow traf acht Mal in Serie und als Anja Frank in der 54. Minute nach ihrer dritten Hinausstellung die rote Karte kassierte, war die Partie beim Stand von 30:19 längst entschieden.

Im Duell um Rang vier weisen die Bergringstädterinnen somit nur noch das um drei Treffer schlechtere Torverhältnis auf. Die DSV-Ladies empfangen zum Saison-Halali ‪am 27. April‬ in der Stadthalle den Tabellenvorletzten Schwaaner SV, Teterow muss tags darauf beim Vellahner SV (8. Platz) antreten.

DSV: Kraus, Stahnke – Dobbert, A. Frank 3, Wende 5/2, Schriewer 3, Schön 6/2, Furche, Ott 2, Rosenkranz, Davidek, Busch 2, S. Frank.