Handballer kämpfen um den letzten Funken Hoffnung

Die Doberaner Handball-Fans hoffen morgen wieder auf die Tore von Rückraumspieler Ben Meyer

Die Lage ist prekär, aber sie ist nicht komplett aussichtslos. Denn noch bahnt sich für die Handballmänner des Bad Doberaner SV im Abstiegskampf der Oberliga Ostsee-Spree ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Damit dies vorerst auch so bleibt, muss im morgigen Heimspiel gegen den BFC Preussen Berlin (19 Uhr, Stadthalle) zwingend ein Sieg her.

Die Berliner (10. Platz/19:27 Punkte) gehörten zu jenen vier Teams, die von den Doberanern (13./14:32) am Ende der verbleibenden drei Spieltage noch eingeholt bzw. überholt werden könnten. Aktuell belegt die DSV-Sieben den ersten von zwei Regelabstiegsplätzen. Ob am Saisonende darüber hinaus weitere Mannschaften die Liga verlassen müssen, hängt unter anderem auch vom Ausgang der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga ab. 

„Von diesen Gedankenspielen sind wir derzeit weit entfernt. Wir müssen erst einmal unsere eigenen Hausaufgaben machen und unsere restlichen Spiele gewinnen. Dann sehen wir weiter“, sagt Doberans Trainer Andreas Köster und fügt seine Erwartungen für den bevorstehenden Heimauftritt nahtlos mit an: „Die Mannschaft hat etwas gutzumachen!“ Dafür gibt es gleich zweierlei Gründe: Zum einen gaben die Mecklenburger in der zurückliegenden Partie beim Mitkonkurrenten VfV Spandau größtenteils ein erbärmliches Bild ab und gingen sang- und klanglos mit 17:30 unter. Und auch beim letzten Heimspiel vor drei Wochen gegen Blau-Weiß Berlin (27:28) ließ die Doberaner Leistung zu wünschen übrig.

Auf Seiten der Berliner feiert Tom Kröplin die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Bei einem Auswärtssieg mit den Preussen-Handballern, für die er seit Saisonbeginn auf Torejagd geht, würde Kröplin in seinem früheren Verein die Oberliga-Lichter definitiv ausknipsen. Dies wollen die Doberaner tunlichst verhindern, müssen dabei aber wie schon am letzten Sonnabend auf die verletzten Tim Lehwald und Jan Eric Traub verzichten.

Ihre letzten Punktspiele der laufenden Bezirksliga-Saison bestreiten morgen die Mädchen und Jungen der D-Jugend des Doberaner SV. Die Mädels müssen beim Tabellenzweiten Rostocker HC ran, die Junioren bestreiten ab 16.30 Uhr das Oberliga-Vorspiel in der Stadthalle. In der Meisterrunde geht es für sie gegen den HC Empor Rostock, der bereits seit dem 25:10-Erfolg gegen die Doberaner vor zehn Tagen als Kreismeister feststeht.

Erstmals überhaupt um Tore und Punkte geht es am Sonntag für die Minis. In dieser Altersklasse treffen sich die Mannschaften ansonsten zu gemeinsamen Spielfesten. Übermorgen steht für den jüngsten Nachwuchs beim Turnier um den Bezirkspokal in der Rostocker Fiete-Reder-Halle einzig und allein der Handball im Mittelpunkt. Die Doberaner Minis von Trainerin Bonnie Rosenkranz absolvieren um 10 Uhr das Auftaktspiel gegen den SV Warnemünde und treffen in der Vorrundengruppe A zudem noch auf den HC Empor Rostock und den Schwaaner SV. Ab 12 Uhr finden die Platzierungsspiele und das Finale zwischen den beiden Gruppensiegern statt.