DSV-Ladies sind im Spitzenspiel chancenlos

Linksaußen Astrid Kraeft hütete im Auswärtsspiel bei der HSG Uni Rostock das DSV-Tor.

Verbandsliga Frauen: HSG Uni Rostock – Doberaner SV 34:25 (20:13). Der Doberaner Negativlauf hält weiter an und schlägt sich nunmehr auch in der Tabelle nieder: Mit der Pleite bei der weiterhin im Meisterrennen verbleibenden HSG Uni Rostock (2. Platz/31:9 Punkte) rutschten die Doberanerinnen (27:13) aus den Medaillenrängen und belegen vorerst Rang vier. Dahinter liegt der kommende Gegner Einheit Teterow (23:15) mit nur zwei Minuspunkten weniger auf dem Konto schon in Schlagdistanz.

Hatte Trainer Torsten Römer das Team vor allem nach der Heimpleite gegen Neukloster zuletzt deutlich kritisiert, konnte er sich mit dem Auftritt seiner Spielerinnen diesmal angesichts der Begleitumstände anfreunden. „Es hört sich mit Blick auf das Endresultat komisch an, aber diesmal bin ich zufrieden“, gab der DSV-Coach zu Protokoll. Er musste im Duell Zweiter gegen Dritter kurzfristig auf beide Stammkeeperinnen verzichten, die Aussichten auf Erfolg waren damit im Grunde schon vor dem Anpfiff dahin. Astrid Kraeft übernahm den Part zwischen den Pfosten und machte ihre Sache gut. „Ein großes Dankeschön an sie und auch an Lena Schmidt, die sich trotz Verletzung in den Dienst der Mannschaft stellte“, hob Römer hervor. 

Die Gastgeberinnen feierten dennoch über die Stationen 8:4, 16:8, 23:15 und 32:19 einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, auch weil dem DSV zusätzlich die Torgefahr der ebenfalls nicht zur Verfügung stehenden Anja Frank fehlte. Auf der anderen Seite lief Anne Münickel richtig heiß und avancierte gegen ihren Ex-Verein mit elf Treffern zur erfolgreichsten Werferin. Ihre Teamkollegin Christina Magritz sorgte in der Anfangsphase mit einem Siebenmeterwurf ins Gesicht von Aushilfskeeperin Kraeft für einen negativen Höhepunkt und sah dafür die rote Karte (13.).

Torsten Römer indes konnte dem Spiel trotz aller Widrigkeiten auch positive Dinge für den Rest der Saison abgewinnen: „Unsere Abwehrarbeit war heute wieder besser und wir sind als Mannschaft aufgetreten. Das stimmt mich optimistisch.“ Vielleicht können die DSV-Ladies so bis zum Saisonende am 27. April doch noch Rang drei zurückerobern.  

DSV: Kraeft – Schmidt 3, Dobbert 3, Wende 5/2, Schriewer 1, Furche 2, Nowak, Ott 7, Rosenkranz, Davidek 1, Busch 2/1, S. Frank 1.