DSV-Sieben steht in Berlin unter Zugzwang

Oberliga-Handballer stehen im Kellerduell beim VfV Spandau unter Erfolgsdruck / Damen wollen ihren Negativlauf stoppen

„Wir müssen jede Partie als Endspiel annehmen“, hatte Andreas Köster, Trainer der Handballmänner des Doberaner SV, Anfang März in einem OZ-Interview gefordert. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hat das bevorstehende Kellerduell beim VfV Spandau (12. Platz/16:28 Punkte) für die abstiegsbedrohte DSV-Sieben (13./14:30) in jedem Fall Finalcharakter.

Auf einem der beiden Abstiegsplätze liegend können sich die Doberaner in der Bundeshauptstadt im Grunde keine weitere Pleite erlauben. „Die Brisanz und die Wichtigkeit der Begegnung ist allen bewusst. Trotz des Drucks dürfen wir aber nicht verkrampfen“, sagt Köster. Er nimmt dabei jeden Einzelnen in die Pflicht, in der derzeitigen Situation alles andere dem sportlichen Ziel Klassenerhalt unterzuordnen.

Die Ausgangslage vor dem Anpfiff in der haftmittelfreien Sporthalle im Berlin-Spandau ist ebenso einfach wie komplex: Mit einem Auswärtssieg würden die DSV-Handballer vorerst am VfV vorbeiziehen. Und mit dem knappen 28:27-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken hätten die Münsterstädter dann auch im direkten Vergleich die Nase vorn, der bei Punktgleichheit am Saisonende entscheidend ist. 

Selbiger Aspekt würde den Mecklenburgern bei einer Niederlage jedoch aller Voraussicht zum Verhängnis werden. Spandau würde seinen Vorsprung in diesem Fall auf vier Punkte ausbauen und bräuchte aus den verbleibenden drei Saisonspielen dann nur noch einen Sieg, um sicher vor den Doberanern zu landen. „Wir dürfen uns nicht allzu sehr mit der Tabelle beschäftigen. Wichtig ist, dass wir am Sonnabend unsere Leistung abrufen und alles in die Waagschale werfen, um zu gewinnen“, macht Köster deutlich.

In der Verbandsliga stehen die Doberaner Teams vor schweren Auswärtsaufgaben. Die Männer-Reserve (2./8:6) muss in der Meisterrunde nach dem überzeugen Heimerfolg gegen Neukloster morgen beim heimstarken SV Matzlow-Garwitz (6./3:13) antreten. Für die Damen (3./27:11) geht es im Spitzenspiel bei der HSG Uni Rostock (2./29:9) indes darum, den eigenen Negativlauf der letzten Wochen zu stoppen. „Ansonsten kann es böse für uns enden“, ahnt Trainer Torsten Römer sowohl mit Blick auf die morgige Partie (Sonnabend, 14 Uhr, Sporthalle Gerüstbauerring) als auch die Tabelle. Denn hinter den DSV-Ladies hat sich der Stralsunder HV mittlerweile bis auf einen Punkt herangearbeitet und macht im Kampf um die Medaillenränge mächtig Druck.

Die C-Jugendlichen des DSV kämpfen morgen ab 14 Uhr in der Stadthalle um eine möglichst gute Ausgangsposition. Nach dem klaren und erwarteten Halbfinal-Aus gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin (17:30/H und 13:34/A) trifft das Team von Trainerin Elisabeth Scheben im Kampf um die Bronzemedaille der diesjährigen Landesmeisterschaft morgen und im Rückspiel am 27. April auf den HSV Insel Usedom. In der Punktspielrunde hatten die Doberaner Junioren jeweils aufgrund von Schwächephasen zu Beginn der zweiten Halbzeit beide Partien gegen die Insulaner verloren. Mit voller Konzentration über die komplette Spielzeit ist vielleicht eine Überraschung drin.

Die B-Junioren treten in der Platzierungsrunde der MV-Liga morgen beim SV Matzlow-Garwitz an. Das 20:20-Remis im Hinspiel am vergangenen Sonnabend in Bad Doberan bietet beiden Teams alle Chancen auf das Erreichen der Spiele um Rang fünf.

Weitere Ansetzungen: MJE: HC Empor Rostock II – DSV (Sa.); WJC:Mecklenburger SV – DSV (So.).