Abstiegsgipfel in der Stadthalle

Oberliga-Handballer des Doberaner SV empfangen direkten Konkurrenten aus Berlin / Verbandsligisten spielen auswärts

Noch sind sechs Spieltag in der Oberliga Ostee-Spree zu absolvieren, dennoch ist das morgige Heimspiel der Handballer des Doberaner SV (13. Platz/14:26 Punkte) gegen die Sportliche Vereinigung Blau-Weiß Berlin (10./16:24) bereits eine Art Finale im Kampf um den Klassenerhalt. Die DSV-Sieben steht dabei abermals unter Erfolgsdruck. Dass das Team damit umgehen kann, hat es in den vorangegangenen Heimpartien in der Stadthalle gegen den Tabellendritten Werder (22:21) und den ebenfalls abstiegsbedrohten Grünheider SV (30:24) bereits bewiesen. Ähnliches soll nach den Vorstellungen der Gastgeber auch morgen ab 19 Uhr wieder der Fall sein.

„Für uns ist letztendlich jedes Spiel ein Endspiel. Entsprechend vorbereitet und motiviert wollen wir die Sache angehen und uns zwei wichtige Punkte sichern. Damit würde das Feld in der unteren Tabellenhälfte noch enger zusammenrücken“, sagt DSV-Trainer Andreas Köster. Er selbst war mit der Vorstellung seiner Mannschaft in der letzten Partie bei der SG Uni Greifswald/Loitz sichtlich unzufrieden. Die 21:29-Auswärtspleite wollte er indes auch nicht überbewerten. „Das war kein Rückschlag in dem Sinne. Wir waren nicht im Vollbesitz unserer Kräfte und die Loitzer haben sich mittlerweile gefunden und haben seither schon ganz andere Mannschaften in Bedrängnis gebracht“, relativiert der 51-Jährige.

Vielmehr richtet er den Blick auf die restlichen Partien: „Wir spielen mit Ausnahme der Partie auf Usedom ausnahmslos gegen unmittelbare Widersacher im Abstiegskampf.“ Somit haben die Doberaner, die aktuell auf einem Abstiegsplatz stehen, den Klassenerhalt noch in der eigenen Hand. Gegen Blau-Weiß Berlin soll dieses Ziel wieder ein Stück näher rücken – am besten mit einem Sieg.

In der Handball-Verbandsliga sind die beiden Doberaner Teams auf Reisen. Für die Damen (3./25:9) ist der Weg zum Schlusslicht SV Warnemünde II (12./6:28) nicht weit, allerdings kassierten die Doberanerinnen zuletzt nur wenige Kilometer entfernt beim SV Eintracht Rostock ihre bislang höchste Saisonniederlage (29:35, OZ berichtete). „Ich erwarte am Sonntag eine Trotzreaktion auf die Leistung in der Vorwoche. Wir brauchen eine deutliche Steigerung in der Abwehr und in der Chancenverwertung“, so Trainer Torsten Römer. Die zweite Männermannschaft (3./6:4) ist morgen in der Meisterrunde bei der SG Handball Schwerin-Leezen (5./4:6) im Einsatz.

Im Nachwuchsbereich wollen sich die C-Junioren im Halbfinal-Hinspiel um die Landesmeisterschaft gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin achtbar aus der Affäre ziehen. Erst am vergangenen Sonnabend standen sich beide Teams an selber Stelle am letzten Spieltag der Vorrunde gegenüber. Der Titelfavorit hatte dabei mit 39:24 klar die Nase vorn.  

Weitere Ansetzungen: WJD: DSV – SV Warnemünde (Sa., 15.15 Uhr); MJE: DSV – SV Schwaaner SV (Sa., 17 Uhr, beide Stadthalle); MJB: SV Matzlow-Garwitz – DSV (Sa.)