Auswärtsspiel endet mit herber Enttäuschung

Die A-Juniorinnen - hier Elisa Kraeft - kassierten in Sternberg eine 18:20-Niederlage.

Lediglich zwei Nachwuchsteams der Handballabteilung des Doberaner SV waren am vergangenen Wochenende im Einsatz. Während die C-Juniorinnen in eigener Halle einen klaren Sieg im Derby gegen Schwaan feiern konnten, verlief das Gastspiel der A-Mädchen enttäuschend.

Bezirksliga, A-Juniorinnen: Sternberger HV – Doberaner SV ‪20:18‬ (8:8). Ein entsetzter Trainer Marcel Jaunich sprach nach der Pleite von der „schlechtesten Leistung der letzten zwei Jahre.“ Er haderte in erster Linie mit der fehlenden Einstellung seiner Spielerinnen zur Partie beim bis dato punktlosen Tabellenschlusslicht. Offenbar mit dem klaren 25:8-Erfolg aus dem Hinspiel in den Hinterköpfen angereist, fanden die jungen Doberanerinnen im Grunde zu keinem Zeitpunkt ins Spiel.

„Das war einfach nur pomadig, ja teilweise unterirdisch“, war Jaunich richtig sauer und lobte zugleich die Gastgeberinnen: „Sternberg hat den Willen und die Einstellung vorgelebt und gezeigt, was dann möglich ist.“ Die DSV-Mädchen lagen nach einem anfänglichen 0:2-Rückstand zwar zwischenzeitlich mit 7:5 vorne (18.), stellten dann aber für eine gute Viertelstunde das Angriffsspiel nahezu komplett ein. Die ebenfalls nicht gerade auftrumpfende SHV-Sieben konnte sich in dieser Zeit allerdings „nur“ auf 10:8 absetzen.

Nach dem Sternberg auf ‪14:11‬ (41.) erhöhte, gingen die Gäste unmittelbar nach einer Auszeit von Marcel Jaunich (50.) durch ihr erfolgreichste Werferin Elisa Kraeft zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit in Führung – ‪17:16‬. Es blieb jedoch der letzte Doberaner Vorsprung. Die aufopferungsvoll kämpfenden Sternbergerinnen nutzen die Gunst der Stunde und bogen mit drei Treffern am Stück auf die Siegerstraße ein und bejubelten wenig später ihren ersten Saisonsieg.

Den DSV-Mädchen bleiben bis zum Ende der Spielzeit ‪am 29. März‬ nur noch zwei Partien, um die eigene Stimmung und die des Trainers wieder etwas aufzuhellen. ‪Am kommenden Sonnabend‬ wartet dahingehend mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten HV Altentreptow eine echte Herausforderung.

DSV: Kraus – Wegner, Ulisch 4, Wietz, Furche 6/4, Hardorf, Schulze, Kraeft 7, Wendland 1, Abilov.

Bezirksliga, C-Juniorinnen: Doberaner SV – Schwaaner SV 29:6 (13:3). Im Duell Vorletzter gegen Letzter sorgten die DSV-Mädels früh für klare Verhältnisse. „Wir haben nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder gewonnen und gezeigt, wozu wir fähig sind“, freute sich Trainer Moritz Ludwig, der das Team gemeinsam mit Susann Frank betreut. Die Gastgeberinnen agierten in der Anfangsphase wie entfesselt und legten schnell eine 7:1-Führung vor (8.). Schwaan hatte dem auch im weiteren Spielverlauf nichts entgegen zu setzen und kam in der Spielzeit von fünfzig Minuten insgesamt nur auf sechs eigene Treffer.

Während hinten vieles stimmte, gab es im der Doberaner Offensive noch Platz für Vebesserungen. „Wir haben eine sehr gute Abwehr gespielt und im
Vergleich zu den vorherigen Spiele deutlich weniger technische Fehler gemacht. Dennoch haben wir im Angriff noch Potenzial, weil die meisten Tore doch eher durch Einzelaktionen entstanden sind“, merkte Moritz Ludwig an. Das sollte die Leistung der Mannschaft jedoch nicht schmälern, die über die Stationen 11:2 (16.), 16:4 (31.) und 22:5 (37.) einen klaren Sieg im letzten Heimspiel der Saison landen konnte. „Ich bin stolz auf die Mannschaft und ihre Leistung“, meinte Ludwig abschließend. Die restliche drei Partien bestreiten die Doberanerinnen allesamt auswärts.

DSV: Schulz – Prehn, Fiedler 6, Wießmann 2/1, Hüpfer 12, Bladt 6, Specht 1, Wilke 2/1.