DSV-Ladies zeigen im Spitzenspiel tolle Moral

Handballerinnen festigen mit knappem Heimsieg den Platz in den Medaillenrängen der Verbandsliga.

Die Damen des Doberaner SV haben ihre Erfolgsserie in der weiter fortgesetzt. Mit dem 32:31 (15:16)-Heimsieg gegen den Stralsunder HV blieben die Doberanerinnen zum sechsten Mal in Serie ungeschlagen und festigten damit zugleich ihre Position im Spitzentrio der Handball-Verbandsliga.

„Es war ein wahres Spitzenspiel“, freute sich DSV-Trainer Torsten Römer nach dem knappen Erfolg gegen den Tabellenvierten, den man zunächst auf fünf Punkte distanzieren konnte. Besonders bemerkenswert: Trotz der großen Bedeutung blieb die Partie vor rund 100 Zuschauern in der Doberaner Stadthalle weitestgehend fair. So kamen die Doberaner Referees Hartmut Frank und Sebastian Stapel, die ansonsten unter anderem in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga der Herren zum Einsatz kommen und kurzfristig für die Begegnung angesetzt wurden, gänzlich ohne Zeitstrafe aus.

Torsten Römer bewies in der Vorbereitung auf die Begegnung zunächst den richtigen Riecher, wodurch sich sein Team nach dem 4:5 (8.) in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich bis auf drei Treffer absetzen konnte. „Stralsund hatte uns beim vergangenen Auswärtsspiel in Barth beobachtet und ich hatte geahnt, dass sie eine offensive Deckung spielen würden.“ Darauf vorbereitet nutzten die Gastgeberinnen die entstehenden Lücken konsequent aus. Nach dem 15:12 (25.) und Auszeit des SHV war der Angriffswirbel jedoch im Keim erstickt. So gingen die Gäste mit einer knappen Führung in die Pause.

Danach hielt der Doberaner Negativlauf weiter an und der Rückstand wuchs bis auf vier Treffer an (17:21, 37.). Doch die DSV-Damen zeigten tolle Moral. „Wir haben dann etwas umgestellt und hatten damit Erfolg. Die Mädels hauten sich richtig rein. Gepusht von den Zuschauern holten sie Tor um Tor auf“, war Römer noch immer gefesselt vom spannenden Spielverlauf, der letztlich ein positives Ende für die DSV-Ladies bereithielt. Nach dem 23:23-Ausgleich (45.) wechselte die Führung hin und her, ehe Franziska Schriewer, Anja Frank und Katrin Wende die Doberanerinnen mit drei Treffern in Serie mit 31:29 in Front brachten.

Zwar bot sich den Gästen im letzten Angriff noch die Chance auf die Punkteteilung, doch mit dem Abpfiff interessierte das in der Doberaner Jubeltraube niemanden mehr. Die gute Ausgangslage in der Verbandsliga gilt es nun in den kommenden beiden Auswärtsspielen beim SV Eintracht Rostock (8.) und SV Warnemünde II (12.) zu verteidigen.

DSV: Stahnke – Schmidt 7, A. Frank 6, Wende 10/2, Schriewer 1, Nowak, Ott 3, Rosenkranz, Kraeft 3, Davidek 2, S. Frank.

Strafminuten: Doberan 0, Stralsund 0. Siebenmeter: Doberan 4/2, Stralsund 4/3.