DSV-Handballer sind zu Gast in Loitz

Nimmt man das sportliche Geschehen im Jahr 2019 für sich, so wäre das Aufeinandertreffen der SG Uni Greifswald/Loitz (6. Platz/18:20 Punkte) mit den Handballern des Bad Doberaner SV (12./14:24) ein echtes Spitzenspiel in der Oberliga Ostsee-Spree. Beide Teams konnten vor dem morgigen Derby im Januar und Februar jeweils drei ihrer vier Partien gewinnen.

In der Realität zeigt sich auf die komplette Saison gesehen jedoch ein etwas anderes Bild. Die DSV-Sieben konnte erst am vergangenen Wochenende mit dem klaren 30:24-Erfolg im Kellerduell gegen den Grünheider SV (die OSTSEE-ZEITUNG berichtete) erstmals seit längerer Zeit die Abstiegszone verlassen. Und auch die Spielgemeinschaft aus Vorpommern ist trotz eines deutlichen Aufwärtstrends seit November noch nicht aller Sorgen im Kampf um den Klassenerhalt ledig.

Vielmehr könnten die Doberaner mit einem Auswärtssieg in der Peenetalhalle in Loitz dafür sorgen, dass die Luft für die Uni-Handballer wieder etwas dünner wird. Das allerdings wird ein schweres Unterfangen, immerhin quittierte der bis heute ungeschlagene Spitzenreiter Stralsunder HV den einzigen Fleck auf seiner ansonsten weißen Weste beim Remis in Loitz. „Wir werden uns nicht verstecken und fahren mit viel Selbstbewusstsein dorthin“, verspricht Doberans Coach Andreas Köster. Sein Team habe gegen Grünheide den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt und zudem gezeigt, dass es auch Rückschläge wie den verletzungsbedingten Ausfall von Routinier Yan Vizhbovskyy wegstecken kann.

Zu einem echten Spitzenspiel kommt es am Sonnabend in der Doberaner Stadthalle. Die Verbandsliga-Frauen des DSV (2./23:7) empfangen hierzu den Stralsunder HV (4./20:10). „Das wird richtig schwer, der SHV hat den besten Angriff der Liga und macht enorm viel Tempo. Wir müssen konzentriert zu Werke gehen und uns mit allem, was hier haben, dagegenstemmen.“ Im Hinspiel hatten die Doberanerinnen knapp das bessere Ende für sich. Angesichts der sportlichen Ausgangslage wirkt es derweil etwas merkwürdig, dass der Handballverband Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) nach aktuellem Stand nur einen Referee für diese Partie angesetzt hat, während andere Begegnungen mit zum Teil deutlich weniger Brisanz von einem Gespann geleitet werden.

Das ursprünglich für dieses Wochenende geplante erste Spiel der Männer-Reserve in der Meisterrunde der Verbandsliga beim VfL Neukloster wurde aufgrund einer Karnevalsveranstaltung auf den 13. April verlegt. So begehen die Doberaner den Auftakt im Kampf um die Medaillenplätze erst am kommenden Sonnabend in eigener Halle gegen den SV Matzlow-Garwitz.

Weitere Ansetzungen am Wochenende: WJC: DSV – Schwaaner SV (Sa., 12.45 Uhr, Stadthalle); WJA: Sternberger HV – DSV