DSV-Reserve patzt und muss zittern

Der anvisierte Einzug in die Meisterrunde der Handball-Verbandsliga steht für die Reservisten des Bad Doberaner SV mehr denn je auf der Kippe. Im Auswärtsspiel beim SV Warnemünde II kassierten die Münsterstädter am Sonnabend mit dem 28:34 (13:18) ihre vierte Pleite in Folge und benötigen nun am kommenden Wochenende beim Tabellenzweiten HV Altentreptow unbedingt einen Sieg. Ansonsten droht eine Zitterpartie bis zum letzten Spieltag Ende Februar, an dem die Doberaner spielfrei sind und nicht aktiv eingreifen können.

„Das Spiel haben wir heute total verrissen“, ärgerte sich Doberans Trainer Henning Krüger. Er gab dabei auch zu, den Kontrahenten angesichts der Tabellenkonstellation – die Warnemünder Reserve belegte vor dem Spiel den letzten Rang – unterschätzt zu haben. „Wir haben uns davon total beeinflussen lassen und das Spiel auf die leichte Schulter genommen.“ Das Hauptproblem der DSV-Reserve war die Defensivarbeit. Und so liefen die Gäste mit Ausnahme vom 1:1 (3.), 2:2 (5.) und 13:13 (23.) ständig einem Rückstand hinterher. In den letzten Minuten vor der Pause wuchs dieser auf fünf Treffer an.

„Die Abwehr stand miserabel. Das hat sich auch in der zweiten Halbzeit nicht gebessert. Uns fehlte die nötige Spannung und Körpersprache.“ Weil auch der Auftakt in die zweiten dreißig Minuten wenig erbaulich verlief, war das Spiel beim 25:17 (43.) bereits vorentschieden. Hans Wachtel und Stefan Sitarek waren mit je sieben Treffern die erfolgreichsten Doberaner Werfer. „Das war ein richtig miserabler Start in das neue Jahr. Die Begegnung in Altentreptow steht so nicht wirklich unter einem guten Stern für uns“, befürchtet Henning Krüger, dessen Team als Dritter weiterhin zwei Zähler Vorsprung auf den letzten verbliebenen Konkurrenten von der SG Uni Greifswald/Loitz II aufweist.