DSV-Sieben will Fans zurückgewinnen

Beim Heimdebüt des neuen Trainers Andreas Köster treffen die Oberliga-Handballer morgen auf den Tabellendritten. Reservisten mit Endspiel in Altentreptow.

Das lange Warten hat ein Ende: am Sonnabend bestreiten die Handballmänner des Doberaner SV endlich ihr erstes Heimspiel im neuen Jahr. In der Doberaner Stadthalle bekommt es die abstiegsbedrohte DSV-Sieben (13. Platz/10:22 Punkte) ab 19 Uhr mit dem HV Grün-Weiß Werder (3./21:11) zu tun. Ein schwere Aufgabe beim Heimdebüt von Trainer Andreas Köster, der sein Team in den verbleibenden zehn Partien noch zum Klassenerhalt in der Oberliga Ostsee-Spree führen will.

Der Auftakt dazu verlief mit dem 22:20-Erfolg im Auswärtsspiel bei der SG OSF Berlin durchaus erfolgreich. Immerhin beendeten die Doberaner in der Bundeshauptstadt sogleich ihre mehr als ein Jahr währende Auswärtsmisere. Morgen soll es auch in eigener Halle mit einem Sieg klappen. In erster Linie wollen die DSV-Handballer für Wiedergutmachung sorgen, immerhin schickten sie ihre treuen Fans Mitte Dezember mit einem 29:42-Debakel gegen den MTV Altlandsberg in die Winterpause.

„Unser Ziel ist es, über schnelles und modernes Angriffsspiel und einer kompakten Abwehr den Handball wieder attraktiver zu gestalten und unsere eigenen Fans zurückzugewinnen“, sagt Andreas Köster. Nachdem bei seiner Amtsübernahme zunächst nur wenige Tage bis zum ersten Pflichtspiel zur Verfügung standen, konnte er seine Vorstellungen in den vergangenen drei Wochen vermehrt im Training vermitteln. „Schwerpunkt war dabei ganz klar die Athletik“, berichtet Köster, der seinen Spielern auch an den freien Wochenenden läuferische Aufgaben mit auf den Weg gab.

Hauptaugenmerk liegt beim einstigen Keeper weiterhin in erster Linie auf der Defensive: „Die Abwehr muss funktionieren“, bekräftigt der 52-Jährige. Dahinter musste er auf der Torhüterposition umdisponieren. „Aufgrund der Verletzung von Sebastian Prothmann mussten wir handeln. Wir konnten mit Oliver Schröder einen alten Bekannten reaktivieren und hoffen, die Lücke so kurzfristig schließen zu können.“ Der mittlerweile 33 Jahre alte Schröder hatte im Sommer 2014 seine aktive Laufbahn im DSV-Trikot beendet.

Vor dessen Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sind die Doberaner Handballerinnen (3./20:6) an selber Stelle in der Verbandsliga im Einsatz. Ab 16.30 Uhr treffen sie auf den Vellahner SV (11./6:18). Auf dem Papier eine vermeintliche Pflichtaufgabe, doch Trainer Torsten Römer warnt angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit: „Vellahn ist ein unbequemer Gegner. Diese Mannschaft liegt uns irgendwie nicht.“ Nebst zahlreicher personeller Ausfälle macht Römer auf der fehlende Spielrhythmus sorgen. „Ich hoffe, dass uns das nicht zum Verhängnis wird.“

Verhängnisvoll könnte für die Männer-Reserve (3./12:10) auch deren abschließende Begegnung in der Verbandsliga Ost beim HV Altentreptow (2./12:8) werden. Nur mit einem Sieg wäre den Doberanern die angestrebte Qualifikation für die Meisterrunde sicher. Andernfalls gäbe es voraussichtlich eine Zittereinlage bis zum 23. Februar, ehe die endgültige Entscheidung über den weiteren Verlauf der Saison für die DSV-Reserve feststeht.

Weitere Ansetzung: MJB: DSV – Stralsunder HV (Sa., 14.00 Uhr, Stadthalle).