25:26 – Pokaltraum der DSV-Ladies platzt in eigener Halle

Den Auftakt in das neue Jahr hatten sich die Doberaner Handballfrauen ganz anders vorgestellt. Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Ribnitzer HV vor den eigenen Fans wollten sich die DSV-Ladies für das Viertelfinale im Landespokal qualifizieren und zugleich für die 25:28-Niederlage an selber Stelle zum Auftakt der Verbandsliga-Saison revanchieren. Am Ende aber blieben nur viele leere Blicke und jede Menge Entäusschung, denn auch im zweiten Vergleich in der Stadthalle hatten die Boddenstädterinnen mit ihrem 26:25 (13:14)-Erfolg das bessere Ende für sich.

In einem engen Pokalfight war die anfängliche 5:2-Führung der Gastgeberinnen (8.) der einzige klarere Vorsprung im gesamten Spielverlauf. Ansonsten gab es zahlreiche Führungswechsel und letztlich entschied der fünfte Treffer von Stefanie Engel eine gute Minute vor dem Schlusspfiff die Partie zu Gunsten des RHV. „Das war eine absolut unnötige Niederlage. Wir haben den Gegner immer wieder durch unsere eigene Fehler aufgebaut“, haderte Doberans Trainer Torsten Römer mit dem schwachen Auftritt seines Teams.

Nebst zahlreichen technischen Fehlern waren die DSV-Handballerinnen auch in vielen weiteren Situationen nicht richtig bei der Sache. So landeten auch scheinbar abgewehrte oder gewonnene Bälle immer wieder beim Gegner. Das alles zerrte sichtlich an den Nerven und sorgte letztlich für das Platzen des vielerseits gehegten Pokaltraums. „Das ist schade und sehr enttäuschend. Das normale Handball-ABC hätte heute gereicht, um weiter zu kommen“, ärgerte sich Römer.

Damit können oder vielmehr müssen sich die Doberanerinnen nun voll und ganz verbleibenden Spiele in der Verbandsliga-Rückrunde konzentrieren. Rang eins hat man hier zwischenzeitlich durch den Sieg von Motor Barth im Nachholspiel gegen Eintracht Rostock eingebüßt. Mit dem zweiten Platz ist die Ausgangsposition dennoch gut. Am 26. Januar steht beim Tabellenfünften SSV Einheit Teterow zunächst die gute Auswärtsserie – in fremden Gefilden ist das Römer-Team in dieser Spielzeit noch ungeschlagen – auf dem Prüfstand.

DSV: Kraus, Stahnke – Schmidt 6, Dobbert 4, Wende 2/2, Schriewer 1, Furche, Ott 4, Rosenkranz 3/1, Busch 2, Davidek 2.