Erste Bewährungsprobe für neuen DSV-Coach

Oberliga-Handballer reisen zur SG OSF Berlin. Damen wollen im Landespokal den Sprung ins Viertelfinale schaffen.

Seit gestern sind die Handballfans in Deutschland wieder im WM-Fieber. Die interkontinentale Meisterschaft im eigenen Land sowie in Dänemark nimmt dabei sogar direkten Einfluss auf den Amateurbereich. So wurde vom Deutschen Handball-Bund (DHB) schon im Vorfeld der Saison der Spielbetrieb für den morgigen Sonnabend untersagt. Deswegen steigt das Trainerdebüt von Andreas Köster auf der Bank des Doberaner SV erst am Sonntag. In der Oberliga Ostsee-Spree gastieren die DSV-Handballer (14. Platz/8:22 Punkte) im deutschen WM-Spielort Berlin und wollen bei der SG OSC Schöneberg-Friedenau (9./13:17) wichtige Auswärtspunkte sammeln.

„Der Klassenerhalt ist unser großes Ziel. Dem ordnen wir derzeit alles unter“, sagt Andreas Köster. Gemeinsam mit seinem Betreuer Karim Bejaoui hat er sein Team mit Videoeindrücken auf den kommenden Gegner vorbereitet. In Sachen Kadernominierung und Aufstellung hat der 51-jährige Coach – auch mit Blick auf die bislang kurze gemeinsame Zeit unter seiner sportlichen Leitung – ein offenes Ohr für die Meinung aus der Mannschaft. „Ist doch klar, dass man in dieser Situation hierüber gerade mit den Führungsspielern spricht. Letztendlich liegt die Entscheidung aber natürlich bei mir und ich halte dafür dann auch den Kopf hin. Die Jungs sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren“, so Köster.

Die Doberaner Handballfrauen messen sich am Sonntag (14 Uhr, Stadthalle) bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit mit dem Ribnitzer HV. Diesmal geht es allerdings nicht um Punkte in der Verbandsliga, sondern um den Einzug ins Viertelfinale im Landespokal. „Wir wollen eine Runde weiter, egal wie“, sagt Trainer Torsten Römer, der nur zu gerne einmal am Final Four-Turnier in Güstrow teilnehmen würde. Dafür muss sein Team aber zunächst gegen Ribnitz bestehen, man dann im Viertelfinale auswärts auf den Sieger der Partie VfL Neukloster gegen den HSV Grimmen treffen würde.

In eigener Halle hatten die DSV-Ladies gegen den RHV zu Saisonbeginn verloren, in der Boddenstadt hingegen gelang im Rückspiel ein letztlich souveräner Auswärtssieg. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir gegen den Vorjahresmeister der Verbandsliga bestehen können, wenn wir an einem Strang ziehen“, hofft Römer auf eine Wiederholung in eigener Halle. Verzichten muss er in diesem Spiel und auch für die kommende Zeit auf Keeperin Dana Schreiner (Schwangerschaft) und Franziska Berg (Knie-OP).

Weitere Ansetzungen am Sonntag: MJC: Fortuna Neubrandenburg – DSV; WJC: Rostocker HC II – DSV.