Trainer Lars Rabenhorst verlässt den Doberaner SV

Lars Rabenhorst (2.v.r.) war seit 2012 hauptverantwortlicher Trainer der Doberaner Oberliga-Handballer. Zum Jahresende trennen sich die Wege.

Nach mehr als acht Jahren trennen sich die Wege von Lars Rabenhorst und dem Doberaner SV zum Jahresende. Der 44-Jährige war zu Drittliga-Zeiten im Oktober 2010 zunächst als Spieler in die Münsterstadt gewechselt. Zur Saison 2012/2013 übernahm der A-Lizenzinhaber das Traineramt bei den DSV-Handballern und führte sie unter anderem im Jahr 2014 zur Vizemeisterschaft in der Oberliga Ostsee-Spree. Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen.

„Wir danken Lars Rabenhorst für sein langjähriges Wirken rund um
den Doberaner Handball. Er hat großen Anteil daran, dass der Doberaner SV nach dem Abstieg aus der 3. Liga im Jahr 2011 seither über viele Spielzeiten hinweg weiterhin zu den etablierten Teams im überregionalen Handball gehört“, sagt Hartmut Polzin, Vorsitzender des Gesamtvereins und Manager der 1. Männermannschaft. „In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig klarzustellen, dass die Trennung nicht auf dem Hintergrund der aktuellen sportlichen Lage geschieht“, macht Polzin deutlich. In der laufenden Oberliga-Saison belegt der Doberaner SV nach 15 von 26 Saisonspielen mit 8:22 Punkten den letzten Tabellenrang. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze beträgt zwei Zähler. Am vergangenen Wochenende hatte das Team beim 29:42 gegen den MTV Altlandsberg eine herbe Heimpleite kassiert.

„Es ist sehr schade, dass dieses Spiel mit diesem Ergebnis als vorerst letzte Partie unter meiner Leitung in die Statistik eingeht“, sagt Lars Rabenhorst. Seine Entscheidung habe dies allerdings nicht beeinflusst. Er konnte das Traineramt aufgrund von zunehmenden beruflichen Verpflichtungen schon in den vergangenen Wochen und Monaten nicht mehr in vollem Umfang ausüben. Mit Beginn des neuen Jahres nimmt dieser Aufwand im Rahmen einer Führungskräfteschulung seines Arbeitgebers weiter zu. „Das lässt sich mit dem Trainerjob in der Oberliga nicht mehr unter einen Hut bringen“, erklärt Rabenhorst, für den der Entschluss schon seit längerer Zeit feststand. Auch die Vereinsführung des Doberaner SV bzw. der Handballabteilung war hierüber vorab informiert.

Lars Rabenhorst sieht in dieser kurzfristigen Entwicklung mit Blick auf die Mannschaft aber durchaus auch eine Chance: „Vielleicht kann ein anderer Trainer neue Impulse setzen, um den angestrebten Klassenerhalt zu sichern. Ich wünsche der Mannschaft und dem Verein dabei natürlich viel Glück.“

Für Hartmut Polzin stehen nun in erster Linie die Spieler in der Pflicht. Ihre nächste Begegnung bestreiten die DSV-Handballer am 13. Januar beim Tabellenneunten SG OSF Berlin. Vor eigenem Publikum sind die Münsterstädter am 2. Februar wieder im Einsatz.