Lendner kehrt zum Doberaner SV zurück

Rückraumspieler verstärkt die DSV-Handballer in der Rückrunde. Heute ist der Oberligist in Ludwigsfelde gefordert.

„Wenn wir die Liga halten wollen, müssen wir auswärts irgendwann den Bock umstoßen“, sagt Lars Rabenhorst, Trainer der Handballer des Doberaner SV, vor dem heutigen Gastspiel beim Ludwigsfelder HC. Die DSV-Sieben (12. Platz/8:18 Punkte) steht vor dem Rückrundenauftakt in der Oberliga Ostsee-Spree nur knapp vor der Abstiegszone, während sich die Hausherren aus Brandenburg (6./13:13) fernab von Gut und Böse im breiten Tabellenmittelfeld platzieren.

Rabenhorst weiß um die Schwere der Aufgabe, nicht nur weil schon das Hinspiel mit 25:27 verloren ging. „In der Ludwigsfelder Stadtsporthalle hängen die Trauben in der Regel hoch“, sagt der 44-Jährige. Für den Doberaner SV galt das in der Vergangenheit ganz besonders. Von den bisherigen acht Versuchen, Punkte aus der Autobauerstadt zu entführen, gingen sieben größtenteils gründlich daneben. Ob es diesmal für einen Überraschungserfolg reichen wird, hängt in erster Linie von der eigenen Chancenverwertung ab. Diese war schon im ersten Aufeinandertreffen mit dem LHC in der laufenden Spielzeit sowie in den letzten Spielen eines der größten Mankos im Doberaner Spiel.

Personell müssen die Mecklenburger weiterhin improvisieren. Mit Rückkehrer Maximilian Lendner bekommt Coach Lars Rabenhorst zumindest eine neue Option dazu. Unter der Woche trudelte die Spielgenehmigung für den 24-Jährigen ein. „Man wird von ihm keine Wunderdinge erwarten können. Aber er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen. So, als wäre er nie weg gewesen“, sagt Rabenhorst. Lendner hatte sich im Sommer 2017 für einen Wechsel zu seinem Heimatverein Laager SV (Bezirksliga) entschieden. Jetzt hat der Spielmacher wieder Blut geleckt und will beim schwierigen Unterfangen Oberliga-Klassenerhalt helfen.

In der Verbandsliga haben die beiden Doberaner Teams unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Die Damen (2./18:6) gehen am Sonnabend als Favorit in ihr letztes Spiel des Jahres. Zu Gast in der Stadthalle ist ab 16.30 Uhr die SG Uni Greifswald/Loitz (10./4:10). Erst vor wenigen Wochen standen sich beide Mannschaften an selber Stelle schon einmal gegenüber. Aufgrund von Hallen- und Terminproblemen fand das eigentlich Heimspiel der SG verspätet in Bad Doberan statt. Die „Gäste“ hatten seinerzeit mit 29:25 das bessere Ende für sich. Dennoch ist sich Trainer Torsten Römer sicher: „Es wird verdammt schwer, wir müssen noch einmal alles geben.“ Zumindest kann er personell aus dem Vollen schöpfen.

Davon kann der Trainer der Männer-Reserve, Henning Krüger, derzeit nur träumen. In den vergangenen Partien musste der einstige Keeper sogar selbst auf dem Feld aushelfen. Heute nun steht für die Münsterstädter (2./12:6) die Reise zum Spitzenreiter der Ost-Staffel HSV Grimmen II (1./14:2) bevor. Im Hinspiel zeigten die Vorpommern der DSV-Reserve mit einem 31:20-Erfolg klar die Grenzen auf. Beim Wiedersehen wollen sich die Doberaner besser aus der Affäre ziehen.

Weitere Ansetzungen: MJE: DSV – HC Empor Rostock (Sa., 9 Uhr); WJD: DSV – Pädagogik Rostock (Sa., 10.45 Uhr); WJC: DSV – Grün-Weiß Schwerin III (Sa., 12.30 Uhr); MJC: DSV – Ribnitzer HV (Sa., 14.30 Uhr, alle Stadthalle).