DSV-Handballer reisen zum Kellerduell

Schlusslicht der Oberliga muss morgen auswärts beim punktgleichen Grünheider SV ran. B-Junioren haben am Sonnabend Heimrecht gegen Hagenow.

Bad Doberan. Für die Handballmänner des Doberaner SV gäbe es im Grunde keinen besseren Zeitpunkt, die monatelange Auswärtsmisere in der Oberliga Ostsee-Spree zu beenden, als am Sonnabend in Grünheide. Denn die DSV-Sieben (14. Platz/2:8 Punkte) reist als Schlusslicht ins nordöstliche Brandenburg und benötigt beim direkten Tabellenachbarn Grünheider SV (13./2:8) dringend einen Befreiungsschlag.

Obgleich es erst der sechste Spieltag ist, stehen beide Kontrahten in diesem Kellerduell unter Druck. Der Verlierer droht bereits frühzeitig den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld zu verlieren. Die Doberaner reisen allerdings mit dem Ballast eines desaströsen Auftritts im zurückliegenden Landesderby gegen den Stralsunder HV (20:35, OZ berichtete) an die Löcknitz. „Die Leistung war einfach nur enttäuschend. Wir müssen uns aus dieser Krise jetzt als Mannschaft befreien, sonst wird die Aufgabe Klassenerhalt immer schwerer“, gibt Lars Rabenhorst die Richting vor.

Obwohl der Grünheider SV in den ersten fünf Partien ebenfalls nur einen Sieg erringen konnte, ist die Gefühlslage beim morgigen Gastgeber dennoch eine andere. So verlor man zum Saisonauftakt nur unglücklich in letzter Sekunde gegen Stralsund (22:23) und verkaufte sich am vergangenen Wochenende bei der Auswärtsniederlage beim HSV Insel Usedom (24:26) mehr als teuer.

GSV-Trainer Frank Morawetz hatte dabei sogar mit personellen Engpässen zu kämpfen. Nebst der Rückkehr von verletzten Akteuren soll diesem Umstand im weiteren Saisonverlauf auch mit der ein oder anderen Neuverpflichtung entgegen gewirkt werden. „Die Leute, die wir da kriegen, die haben auch Qualität“, sagt Morawetz. Offen bleibt, ob bereits gegen den Doberaner SV, der vermutlich ohne Yan Vizhbovskyy und Ben Meyer anreisen wird, neue Spieler das Grünheider Trikot tragen werden. Aber so oder so: Vorletzer gegen Letzter – es wird eines der Schlüsselspiele der Saison.

Rein tabellarisch ergibt sich im Heimspiel der Doberaner B-Junioren (8./2:8) in der MV-Liga gegen den Hagenower SV (9./0:10) die gleiche Situation, allerdings mit deutlich weniger sportlichem Druck auf beiden Seiten. Viel eher sorgt der Termin am Sonnabend (Anwurf: 15 Uhr) für Unverständnis. „An diesem Wochenende beginnen die Ferien und es ist schon jetzt klar, dass wir aus diesem Grund nicht alle Spieler dabei haben werden“, sagt DSV-Coach Alexander Kraeft, der schon dem angesetzten Doppelspieltag mit zwei Partien binnen 24 Stunden vor rund zwei Wochen nicht viel Positives abgewinnen konnte. Nichtsdestotrotz soll gegen Hagenow der zweite Saisonsieg her.