DSV-Sieben klarer Außenseiter im Derby

Oberliga-Handballer empfangen den Titelanwärter vom Stralsunder HV / Damen mit Heimrecht gegen den Spitzenreiter.

Bad Doberan. Vor einer echten Herkulesaufgabe stehen die Handballmänner des Doberaner SV. Mit dem Stralsunder HV wartet morgen Abend ein echtes Schwergewicht der Oberliga Ostsee-Spree auf die Münsterstädter. Der Anwurf des Landesderbys erfolgt wie gewohnt um 19 Uhr in der Stadthalle.

Während der SHV (1. Platz/8:0 Punkte) einen gelungenen Auftakt hingelegt hat, sind die Doberaner (13./2:6) vom ersten Spieltag an in den Niederrungen der Tabelle zu finden. Nicht nur deswegen sind die Gäste am Sonnabend der klare Favorit. „Stralsund hat einen starken Kader beisammen, in dem sehr viel Qualität steckt“, zollt Doberans Trainer Lars Rabenhorst dem Kontrahent jede Menge Respekt.

In der Vorbereitung trafen beide Teams bereits an selber Stelle beim OSPA-Cup aufeinander, die Sundstädter gewannen bei verkürzter Spielzeit deutlich mit 31:15. Einen ähnlichen Klassenunterschied wollen die Hausherren bei der Neuauflage im Kampf um Punkte tunlichst vermeiden. „Dafür müssen wir einfach alles in die Waagschale werfen. Jeder Einzelne und das Kollektiv müssen funktionieren, nur dann werden wir eine Chance haben“, sagt Rabenhorst.

Das erste von insgesamt vier Landesderbys in dieser Saison ist für die Doberaner auch ein Wiedersehen mit alten Weggefährten. Torwart Tobias Malitz wechselte erst zu dieser, Rückraumspieler Kay Landwehrs zur letzten Saison vom DSV an den Strelasund. Tickets für die Partie sind an der Abendkasse erhältlich. Die Doberaner Verantwortlichen empfehlen den interessierten Zuschauern dabei rechtzeitiges Erscheinen. „Die Anfragen im Vorverkauf waren hoch, die Stralsunder haben sich zudem mit ihrem Fanclub angekündigt“, heißt es von Seiten des Vereins.

Die Damen (3./4:2) sind bereits um 14 Uhr gegen den SV Motor Barth (1./8:0) gefordert. Von einem vermeintlichen Spitzenspiel angesichts der Tabellenkonstellation möchte Trainer Torsten Römer aber nichts wissen. „Bei uns muss schon alles zusammenpassen, damit wir punkten können. Vor allem die Chancenverwertung muss unbedingt besser werden“, sagt der DSV-Coach, der dem morgigen Gegner eine positive Entwicklung bescheinigt und von der Barther Platzierung nicht sonderlich überrascht ist. „Sie haben sich in den letzten beiden Spielzeiten stetig verbessert und mit Nele Schumacher eine Torgarantin dazubekommen“, weiß Römer um die Schwere der Aufgabe.

Ebenfalls in der Stadthalle kommen in den Vormittagsstunden zwei Nachwuchsteams zum Einsatz. Die weibliche A-Jugend (7./0:4) bekommt es ab 9.45 Uhr in der Bezirksliga Nord mit dem Rostocker HC (2./2:0) zu tun. Im Anschluss wollen die Doberaner C-Junioren (4./4:2) nach zuletzt zwei tollen Auftritten in Ribnitz und Stralsund gegen Fortuna Neubrandenburg (6./2:4) möglichst den ersten Erfolg in eigener Halle einfahren. Die MV-Liga-Begegnung beginnt um 11.45 Uhr.

Weitere Ansetzungen: MJB: Stralsunder HV – DSV; WJC: TSV Bützow – DSV (beide So.).