DSV-Sieben startet Saisonvorbereitung

Drei junge Neuzugänge verstärken den Handball-Oberligisten / OSPA-Cup vor eigenem Publikum ist die erste Bewährungsprobe.

Bad Doberan. Der glorreiche Abschluss der Vorsaison der Handballmänner des Doberaner SV – ein 34:33-Heimerfolg gegen den Meister und Drittliga-Aufsteiger Füchse Berlin II – ist längst verblasst. Gestern nun erfolgte für den DSV-Tross mit dem Trainingsauftakt in der Stadthalle der offizielle Startschuss für die neue Serie in der Oberliga Ostsee-Spree. Es ist bereits das 14. Spieljahr hintereinander, in dem die Münsterstädter überregional auf Punktejagd gehen werden.

Auf der Trainerbank ist dabei alles beim alten geblieben: A-Lizenzinhaber Lars Rabenhorst hält weiterhin die sportlichen Fäden in der Hand. Auf und neben dem Feld kann er zudem weiterhin auf die internationale Erfahrung von Yan Vizhbovskyy, der zu den Teilnehmern der aktuellen Trainerausbildung des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern gehört, bauen.

„Wir wollen in einer sehr starken Liga nicht absteigen“

Lars Rabenhorst, Trainer des Doberaner SV

Von dem Wissen der beiden Handball-Strategen sollen künftig vor allem die drei jungen Neuzugänge Jan Eric Traub (Rückraum), Hannes Schulz (Linksaußen/beide 19) und Benjamin Glaser (Kreisläufer/feiert am 26. August seinen 19. Geburtstag) profitieren. Alle drei Youngster gehörten in der letzten Saison zum Kader der des HC Empor Rostock in der A-Junioren-Bundesliga und leisteten dabei ihren Beitrag zum Klassenerhalt der Hanseaten in der höchsten deutschen Spielklasse.

„Sie sind sehr talentiert und bringen auch frischen Wind mit rein“, sagt Rabenhorst, der jedoch keine Wunderdinge von den Neuankömmlingen erwartet. „Auch wenn sie teilweise schon zu Einsätze in der MV-Liga der Männer gekommen sind, werden sie sich erst an das Niveau in der Oberliga gewöhnen müssen.“ Das dürfte dem vierten „Neuen“ im Doberaner Team nicht sonderlich schwer fallen. Linkshand Tim Lehwald wird nach einem kurzen Abstecher zum Drittligisten HC Empor Rostock wieder im DSV-Dress auflaufen und sich mit Christian Fandrich und dem seinerzeit als Ersatz verpflichteten Christoph Rasch einen Dreikampf auf der rechten Außenbahn liefern.

Einziger feststehender Abgang ist Keeper Tobias Malitz, der den Lockrufen von Vizemeister Stralsunder HV gefolgt ist. Berufs- bzw. studienbedingt könnten kurzfristig noch Till Sachse und Hannes Spitzner folgen. „Das steht aber noch nicht fest“, sagt Manager Hartmut Polzin, der erst im Falle des Falles den ohnehin ausgedünnten Spielermarkt sondieren würde.

Das Saisonziel ist für die Doberaner klar: „Wir wollen in einer sehr starken Liga nicht absteigen“, macht Lars Rabenhorst deutlich. Er erwartet ein deutlich engeres Rennen in der unteren Tabellenhälfte, auch weil die drei Aufsteiger aus Neubrandenburg und Berlin (BFC Preussen und Blau-Weiß) schon über Oberliga-Erfahrung verfügen. Um für den Saisonstart am 1. September in eigener Halle gegen den Ludwigsfelder HC und die restlichen 25 Saisonspiele gewappnet zu sein, werden bei den Akteuren in den kommenden Wochen in der Halle und auf der Laufbahn einige Liter Schweiß fließen. Die fünfte Auflage des OSPA-Handball-Cups in der Stadthalle im Rahmen des Trainingslagers in den eigenen Gefilden am 4. August ist darüber hinaus der erste spielerische Härtetest für die DSV-Sieben. Als Gegner warten die Liga-Konkurrenten vom Stralsunder HV und HSV Insel Usedom sowie der Güstrower HV (MV-Liga). Zwei Wochen später steht die Teilnahme am Peenetal-Cup in Loitz auf dem Programm.


DSV-Spielplan in der Oberliga Ostsee-Spree

Ludwigsfelder HC (Heim: 1.9.18 / Auswärts: 8.12.18)
MTV Altlandsberg (A: 8.9.18 / H: 15.12.18)
SG OSF Berlin (H: 15.9.18 / A: 13.1.19)
HV Grün-Weiß Werder (A: 22.9.18 / H: 2.2.19)
Stralsunder HV (H: 29.918 / A: 16.2.19)
Grünheider SV (A: 6.10.18 / H: 23.2.19)
SG Greifswald/Loitz (H: 13.10.18 / A: 2.3.19)
Blau-Weiß Berlin (A: 20.10.18 / H: 16.3.19)
HSV Insel Usedom (H: 27.10.18 / A:23.3.19)
VfV Spandau (H: 3.11.18 / A: 30.3.19)
BFC Preussen Berlin (A: 10.11.18 / H: 6.4.19)
Fortuna Neubrandenburg (H: 17.11.18 / H: 13.4.19)
LHC Cottbus (A: 1.12.18 / H: 27.4.19)